Die Muh-Serie


Angst


Angst vor allem


kann man nicht


behindert


hier sitze ich I


hier sitze ich II


i just came


Guten Morgen


Lethargie


ein in jedem Fall verlorener Gedanke


ein so verlorener Gedanke


how fragile you are


steh auf und geh fort


try to get closer


Rennen


noch später weggeflogen


running


Words










Rosa


help them


kleid


kuh


kuh I


Rosa I


Rosa II


Das verschwindende Kind



Konzept
Seit einem Studienaufenthalt an der Kunstakademie in Krakau 2001/02 hat sich mein Arbeitsschwerpunkt zum Thema „Der innere Idiot“ herauskristallisiert. Diesem Konzept unterstelle ich vielfältige Arbeitstechniken, wie z.B. Malerei, Video, Fotografie, Zeichnung und Text. Hierbei geht es darum, unterschwellig vorhandene Emotionen, Gedanken und Assoziationen der gegenwärtigen Situation visuell darzustellen und vorhandene ästhetische Normen aufzubrechen.
Mit vertrauten Personen als Ko-KünstlerInnen (Iris Klesper, Katrin Valentin) entstehen Fotos von mir in Aktion. Hierbei lasse ich mich vollkommen auf die Gegenwart ein und spiele mit der Umgebung und meinen Assoziationen. Das Vertrauen zum Fotografen ist dabei unerlässlich, um sich „gehen lassen“ zu können, vergleichbar einem Verrückten, der sein Verhalten nicht unter Kontrolle hat.
In der Nachbearbeitung des Ausdrucks der Fotos versuche ich, Stimmungen, die sich an der Situation entlanghangeln und auch später noch beim Betrachten der Fotos entstehen, in eine künstlerische Form zu bringen. Auch in dieser Nachbearbeitung ist es mir wichtig, spontane und assoziative Gedanken an Raum gewinnen zu lassen.
Ich thematisiere meine eigene „Behinderung“, mein eigenes durch meine Sozialisation gezähmtes „Idiotendasein“.

Aus einer E-Mail meiner Ko-Künstlerin Katrin Valentin:

„ich glaube, der innere idiot ist etwas räumliches. das wort innerlich weist ja schon drauf hin. und zwar komme ich drauf, wenn ich revue passieren lasse, wie wir zusammen gearbeitet haben. da ging es irgendwie immer darum, dass du, wenn du in deinen inneren idioten eingestiegen bist, in eine unmittelbarkeit eintrittst. du siehst das, was direkt vor deiner nase ist und du schaust oder denkst in keiner weise außenrum oder bringst intellektuell in verbindung. du bringst nur auf dem kürzesten wege in dir in verbindung!
und das, finde ich, macht die sache hochaktuell!!! den inneren idioten so anzuschauen, zeigt, wie wertvoll das gerade für unsere jetzige zeit ist: sie ist geprägt von außenrumbedenken, spekulieren auf anderes, nicht ganz da sein, für die zukunft lernen, etc etc...
und das ganz geniale am inneren idoten ist: es ist ein konzept, das nicht wertet. ich glaube fast, das ist am schlimmsten auszuhalten bei der rezeption deiner werke, die sich um den inneren idioten drehen. die loslösung von gewohnten wertestrategien.
und: der innere idiot ist eine kraft. das ist das bezaubernde daran. etwas, was räumlich ist, hat immer auch masse und richtung und stellt damit eine art von kraft dar. und das zu erleben, das sind die wenigsten gewohnt oder gar dazu in der lage!“